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(1662-1664) Große Rechtsstreitigkeiten zwischen Breitscheid und Erdbach um die Aspenstrut. (2)

her auch nicht so viel Gesträuch in der Aspenstrut gestanden habe , es wäre in den bösen Zeiten (des 30 jährigen Krieges) gewachsen, ihnen sowohl als den Breitscheidern zu gutem, und es wäre so dick, daß, wenn sie nun kein Recht auf die Nüsse und Bucheckern neben den Breitscheidern hätten, ihnen die "Samptshuede kein nütz" wäre, oder sie müssten die neu gewachsenen Sträucher abhauen, daß Gras für allerhand Vieh da wachsen könnte.

Breitscheider: das sollten sie wohl bleiben lassen, ihnen die Haselnsträucher abzuhauen, denn es wäre Breitscheider Gerechtigkeit und Einfahrt. " Erdbacher gestunden dessen nit." Der Verhandlungsleiter, Oberschultheiß Dilthey zu Herborn, hält am 3. Okt. einen Augenschein in der Aspenstrut, wozu beide Gemeinden erschienen waren.

Er berichtet, die Breitscheider hätten die Aspenstrut in der vorigen Verhandlung für ein Hochgewäld und Mastwald ausgegeben, und daß darauf sehr viele alte und große Buchen ständen; er sei nun mit ihnen an verschiedenen Orten in die Länge u. Breite durch die Aspenstrut gegangen, und es seien zwar einige große Buchen darin, aber des jungen, in den letzten Jahren gewachsenen Gesträuch eine solche Menge, daß seines Ermessens der Ort nicht für ein Hochgewäld, sondern nur für ein Geheck und Gesträuch zu halten sei.

Breitscheid fragt, wenn die Erdbacher befugt seien, Mastschweine dahin zu treiben, warum sie denn vorhin nicht auch dahin gehütet hätten. Die Erdbacher antworten, die Ursache, warum sie nicht alle Jahre da gehütet hätten, sei, daß mehrere Teil (d.h. manche Familie), sonderlich in den bösen Kriegszeiten, bisweilen in 10/12 Jahren keine Schweine gehabt, der Ort sehr weit von ihrem Dorf entfernt und ihre Gemeinde so gering sei, daß sie keinen Hirten halten können u.s.w.-

Am 17. Novbr. 1662 sprach der Oberschultheiß auf dem Termin folgendes Urteil: Was der Vertrag von 1544 bestimmt, soll in Kraft bleiben

" so fern v. weit die Breitscheider zu hueden hant, biß ohn die Gosternhainische sollen Breidschieder v. Erdbacher samptlich v. sonderlich in gemein haben, hueden v. gebrauchen" pp, die Erdbacher sollen also hinkünftig an mehrbesagtem Ort mit allerlei Vieh das ganze Jahr hindurch ungehindert hüten dürfen, und was auf der Erde an Eckern und Nüssen liegt, daß sollen ihre Schweine mit und neben den Schweinen der Breitscheider verätzen dürfen, aber sie sollen nicht befugt sein, die noch an den Sträuchern hängenden Nüsse abzubrechen, und nicht holzen dürfen.

Weil Breitscheid die Schweine unberechtigterweise gepfändet hat, soll es der Buße verfallen sein. Gegen diesen "Bescheidt" legten beide Teile höheren Orts Berufung ein, und es kam zum Prozeß. Die mir vorliegenden Prozeßakten haben einen Umfang von 140 Folioblättern. Das Urteil ist leider nicht in dem Bande enthalten und darum uns unbekannt.

Der Anlaß zu dem großen Prozeß ist, wie so oft, ein ganz geringfügiger gewesen. Nach der Angabe Breitscheids ist das Gesinde der Erdbacher am Sonntag vor Michaelis in die Aspenstrut Nüsse zu brechen gegangen; die Breitscheider haben sie mit (der) "Bedrohung(des) Pfändens" wieder heraus getrieben. Nun aber treiben die Erdbacher den Breitscheidern zu Trutz ihre Schweine den folgenden

Michaelistag

Übersetzung der Seite durch Hans Henn

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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