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Die Berufung eines Schulmeisters in Breitscheid gegen Ende des 17. Jahrhunderts (2)

Von den 18 Gulden und 3 Albus Einnahmen verblieben dem Pfarrer nach Auszahlung der 12 Gulden Besoldung an den Schulmeister 6 Gulden und 3 Albus als Vergütung für die Weiterbildung und Beherbergung seines Gehilfen. Diese Nebeneinnahmen in den folgenden zehn Jahren war für Pfarrer Ludovici, dessen schwierige wirtschaftliche Lage wir aus anderen Unterlagen kennen, eine wertvolle Hilfe.

Als "Johann Erasmus Diehl aus Medenbach, noster ludimagister" im Jahre 1697 ein Breitscheider Mädchen zur Frau nahm, welches Grundstücke mit in die Ehe einbrachte, konnte er eine kleine Landwirtschaft als Nebenerwerb einrichten. Die Zeit dafür stand ihm zur Verfügung, da die Schule damals noch in den Sommermonaten geschlossen war. Nun fiel dem Schulmeister auch die ganze Einnahme der Schule (über 18 Gulden) zu. Der Kostumgang ("die Suppe bei den leuthen") blieb noch längere Zeit bestehen; er wurde später durch eine zusätzliche Fruchtlieferung der Haushaltungen abgelöst.

Der 1687 nach Breitscheid berufene Schulmeister war 52 Jahre hier im Amt. Nach ihm führten Sohn und Enkel den Lehrer-Beruf weiter bis in's 111. Dienstjahr der Generationen. Die heutigen zahlreichen Namensträger Thielmann in Breitscheid sind Nachkommen des Johann Erasmus Diehl aus Medenbach. Nach seiner Verheiratung wird er nämlich in den Kirchenbüchern nicht mehr Diehl, sondern Thielmann genannt - eine Namensänderung, die für die Zeit um 1700 eine Ausnahme sein dürfte und in Breitscheid kein Gegenstück hat. In Medenbach blieb der Name Diehl erhalten und ist dort heute ebenso zahlreich wie der aus ihm hervorgegangene Name Thielmann in Breitscheid.

Aus einem Manuskript von Ernst Henn nacherzählt von Manfred Thielmann, Breitscheid-Erdbach.

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Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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