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Aus einer Kirchenrechnung vom Jahre 1646 (2)

  1. Zinsen oder Pension
    22 Schuldner zahlten 5 % Zinsen von ausgeliehenen Kapitalien der Kirche und von Stiftungen, die noch nicht in bar eingebracht waren. Gesamtbetrag: 18 Gulden, 23 Albus und 6 Pfennig.In drei Fällen sind die Zinsen mit 5 5/8 % für "gut Geld" berechnet, es handelt sich dabei um Darlehen aus der Zeit vor der Geldwert-Minderung (ab 1620).
  2. Grundrente
    Eine solche war der Zins "aus der Kolbenwiese" in Höhe von 2 Gulden jährlich. Wahrscheinlich handelt es sich um die Stiftung einer der Familien Kolb, die zu den ältesten Einwohner-Familien in Breitscheid zählen.
  3. Kapital-Rückzahlung
    Sebastian Reif ("Reiffen Best"), dessen Familie während des Krieges ausgestorben war, schuldete der Kirche 10 Gulden. Diese Schuld löste 1646 der Landesherr, Graf Ludwig Henrich, ab. Es heißt in der Rechnung: "Item hat der hochgeborene gnädige Herr dasselbe Kapital abgelegt und bezahlt". Wahrscheinlich sind dafür dem herrschaftlichen Hofgut in Breitscheid die Grundstücke des Schuldners zugefallen.

***

Rechnerisch ergab sich aus den Außenständen und Einnahmen ein Kassenbestand von 87 Gulden, 16 Albus und 6 Pfennig. In Wirklichkeit betrug die Bareinnahme nur 33 Gulden, 19 Albus und 4 Pfennig, da der rechnungsführende Kirchenmeister mit 53 Gulden, 16 Albus und 2 Pfennig im Rückstand blieb. Außerdem mussten die 10 Gulden Kapital-Rückzahlung wieder als Darlehen angelegt werden. Von der verbleibenden Netto-Einnahme - knapp 24 Gulden - konnte man 1646, wie aus dem Ausgabenteil der Rechnung zu ersehen ist, nicht ganz 150 Liter Wein kaufen. So wenig war das Geld gegen Ende des 30jährigen Krieges noch wert ! Allerdings erhielt der Gulden (24 Albus oder 192 Pfennig) in den Nachkriegsjahren seine Kaufkraft in etwa wieder - im Gegensatz zu dem Papiergeld in unserem Jahrhundert, das zweimal der vollständigen Wertlosigkeit und anschließenden Erneuerung verfiel.

Aus der Manuskript-Sammlung des Ernst Henn nacherzählt von Manfred Thielmann, Breitscheid-Erdbach.

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