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"Tyrannische Völker" als Einquartierung in Breitscheid gegen Ende des 17. Jahrhunderts

Eurer Fürstlichen Durchlaucht können wir dringender Not halber nicht unterlassen zu klagen, wie dass wir in unserer geringen Gemeinde mit zu vielen tyrannischen Völkern, videt 23, hart belegt, bedrückt und beschwert sind; einmal, weil wir keinen in seiner Sprache verstehen können, dazu wollen sie von uns haben Geld, Wein, Branntwein, Braten und dergleichen, welches wir ihnen in die Länge nicht geben können, sondern unser Dorf ausgehen müsste.

Sie haben unsern Pastor aus dem Pfarrhaus verjagt, er sollte ihnen Geld geben; den Schulmeister in demselben mit Degen geschlagen, er solle ihnen Bier schaffen; die Tür im Pfarrhaus aufgelaufen, ist sich an keinem Ort vor ihnen zu behalten. Es sind viele Kindbetterinnen und schwangere Frauen, die solche Typen im Hause haben, es kann keine Weibsperson vor ihnen bleiben; sie haben so viele unserer Nachbarn schwarz geschlagen; drohen, sie wollten das Dorf anstecken, wie sie gestern den Anfang gemacht, dass wir ein Haus wiederum gelöscht haben. Was sie also Gewalt ferner an uns verüben, dass zu Bier, Fleisch und anderem wir alle Tage noch Wein, Branntwein und Geld geben sollen; dazu, wenn wir unser Äußerstes getan, so elendiglich sollen erschlagen lassen, unsere Weiber und Kinder schänden, müssen wir in die Welt gehen.

Gelangt demnach unsere untertänige Bitte an Eure Fürstliche Durch-laucht, sie wollen in Gnaden unser großes Elend ansehen und wenn mög-lich, hierin helfen als arme unterdrückte Untertanen, dass etliche (Einquartierte) noch von uns abgenommen, sonderlich ein paar tyrannische, welche andere anführen, weil gar zu sehr beschwert und uns alle Stund befahren (= befürchten müssen), das Dorf in Brand zu stecken; dass doch die Kindbetterinnen und die alle Tage gewärtigt, darin umzu kommen, erledigt werden möchten. Getrösten uns in untertänigster Zuversicht gnädiger Hilfe von Eurer Fürstlichen Durchlaucht. Eurer Fürstlichen Durchlaucht untertänige Gemeinde zu Breitscheid".

Ob der Landesherr seinen geplagten Untertanen in Breitscheid hat helfen können, ist ungewiss. Ein Trost für diese war, dass das Kriegs-glück wechselt; eines Tages mussten auch die "tyrannischen Völker" wie-der auf den Marsch. Mit den Nachfolgenden verstanden sich die Breitscheider besser: Ein Korporal der hessischen Kavallerie heirate um das Jahr 1694 eine Tochter des Pfarrers Ludovici und ein hessischer Reiter, Wilhelm Kuhlmann aus Eisbergen bei Minden, wurde durch seine Heirat mit einer Bauerntochter der Stammvater aller heutigen Familien gleichen Namens in Breitscheid und (über weibliche Nachkommen) auch der Ahn einer Reihe anderer Familien.

Eine Spende der Kirchengemeinde Breitscheid für den Kirchenbau in Freudenberg im Jahre 1604

Die Kirche der reformierten Gemeinde Freudenberg im Siegerland wurde in den Jahren 1602-1606 erbaut. Der Landesherr des zu Nassau-Dillenburg gehörenden Sieg-, Dill- und Westerwaldgebiets, Graf Johann VI. (1535-1606),der wenige Jahre vorher die calvinische Glaubenslehre eingeführt hatte und ein eifriger Förderer des Kirchen- und Schulwesens war, konnte der Gemeinde wahrscheinlich nicht mit größeren Zuwendungen aus eigenen Mitteln helfen, da seine Finanzlage durch die Unterstützung des

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Eine Gesellschaft hat keine Zukunft, wenn sie sich nicht an die Vergangenheit erinnert.
zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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