Braunkohle Trieschberghalde.
Die Grube Trieschberg, die am 11.1.1889 in die konsolidierten "Gailsgruben" aufging" wurde von dem Vorbesitzer August Gail, Dillenburg, von der Langenaubacher Seite aus betrieben. Der Stollenmund lag hart an der Gemarkungsgrenze Langenaubach/Breitscheid nahe des jetzigen(1949) Quarzitbruches Hoesch in Hohebühl.
1843 wurde der neue Weg (zwischen Gewonneholz und Gemeindewiese) zur Grube Trieschberg ("Engländer Grube") angelegt.
(S 186 Ortschr.)
Zur Schaffung eines Haldengeländes für Berge und Kohlenkleinreste führte der Vorbesitzer 1873 und 1892 Verträge mit der Gemeinde Langenaubach herbei. Der Umfang der Halden wurde in den Vermessungsprotokollen von 1864, 1872 und 1678 festgelegt. Es handelt sich um eine Fläche von 15 a 15 qm, die auf die Dauer des Grubenbetriebes überlassen und erst nach Verlassen der Grube unentgeltlich als freies Eigentum an den Waldbesitzer, also an die Gemeinde Langenaubach, zurückfallen sollte.

In Laufe der Jahrzehnte war die Halde recht ansehnlich geworden. Eine weitere Flächenausdehnung muss wohl von der Gemeinde Langenaubach abgelehnt worden sein. Kurz entschlossen liess Dr. Heinrich Schick im Jahre 1912 die Halde anzünden, um dadurch eine Schrumpfung der Halde herbeizuführen. Die Halde brannte nur zu gut. Es folgten Beschwerden seitens der Gemeinde und der Forstbehörde wegen Gefährdung des Waldes. Die Thonindustrie war gezwungen, ununterbrochen Wachen auszustellen; ferner wurde ihr durch die Forstbehörde aufgegeben, unter allen Umständen für ein Löschen der Halde zu sorgen, was natürlich unmöglich war.
Um die Halde hat sich nach dem Ausbrennen niemand mehr gekümmert, bis im Jahre 1935 die Gewerkschaft Christiana in Struthütten Kr. Siegen, Repräsentant Friedrich Albert Hirz, Struthütten, erkannte, dass sich die aus dem Ausbrennen der Halde entwickelte rote Asche für Sportplätze nutzbringend verwerten liess. Dies führte zu einem Vertrag zwischen dieser Gewerkschaft und uns am 27.12.1934. Der Vertrag lief am 31.12.1942 ab. Die Gewerkschaft Christiana hat die Ausbeute der Halde nicht selbst ausgeführt, sondern die Haldenverwertung durch Unterverpachtung an die Basaltwerke Reh A.-G. in Dillenburg übertragen.
Im Jahre 1947 machte die Gemeinde Langenaubach durch Kündigung des Haldengeländes Anstrengung, die Halde in ihren Besitz zu bringen und für sich auszunutzen. Der Kündigung wurde von uns widersprochen.
aus: Schrift zum 50jähr. Jubiläum
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