1898. Der Augenarzt Dr. Heinrich Schick, Frankfurt, beabsichtigt, die Tonlager Breitscheids zum Zwecke der Herstellung feuerfester Steine pp. auszubeuten. Die in diesem Jahre angestellten Bohrversuche haben einen günstigen Erfolg.
1899. Vertragsabschluß zwischen der Gemeinde Breitscheid und Dr. Schick. - Bau der Drahtseilbahn nach Dresselndorf.
1900. Bau des Fabrikgebäudes der "Westerwälder Thonindustrie".
1902, Juni 14. : Vertrag der Gemeinde mit der "Westerwälder Thonindustrie". - Auszug:
§ 1. Die Gemeinde Breitscheid tritt an die "Westerwälder Tonindustrie, Gesellschaft mit beschränkter Haftung" auf 12 Jahre, beginnend mit dem 1. März 1899, ihre Rechte der Tongewinnung in der Gemarkung Breitscheid unter folgenden Bedingungen ab und verpflichtet sich, während dieser Zeit keinem andern Unternehmer das Recht der Tongewinnung zu übertragen. -
§ 2. Den Breitscheider Töpfern, welche bisher den Bedarf ihrer Hausindustrie bezogen haben, ist gestattet, den für ihren Bedarf nötigen Ton auch fernerhin zu entnehmen; ebenso dürfen die Breitscheider Fuhrleute in der bisherigen Weise Ton in einer Gesamtmenge von 25 Doppelwaggon im Jahr gewinnen; u.s.w.
§ 3. Die Gemeinde Breitscheid verpflichtet sich, der Gesellschaft das zur Tongewinnung, zur Herstellung einer Schwebebahn und zu Grubenbahnen erforderliche Gelände, soweit es Gemeindeeigentum ist, unentgeltlich zur Verfügung zu stellen.
§ 5. Die Gesellschaft zahlt an die Gemeinde für je 10000 kg verkauften Tons ...eine Abgabe von 5 M....
§ 6. 1) Das Recht der Tongewinnung wird auf den Teil der Gemarkung Breitscheids beschränkt, welcher zwischen den Vizinalwegen von Breitscheid nach Schönbach und von Breitscheid nach Gusternhain belegen ist. 2) Die Verlängerung der Vertragsdauer gilt für 6 Jahre....
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von Kornelia Pelz übersetzt
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