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Ein musikalischer und poetischer Kuhhirte in Breitscheid

Ernst Henn schreibt im Januar 1972 in den "Heimatblättern" über den in den zwanziger Jahren in Breitscheid tätigen Kuhhirten Reinhold Wegener folgende Geschichte:

Vor 50 Jahren lebte in Breitscheid der Kuhhirte Reinhold Wegener, an den sich die älteren Einwohner noch gut erinnern können. Er stammte aus Berlin oder dessen Umgebung und kam als Arbeiter der Westerwälder Thonindustrie wenige Jahre vor dem 1.Weltkrieg zum erstenmal hier her, wanderte aber bald wieder weiter. Im Saargebiet verlor er bei einem Arbeitsunfall einen Arm und kam nach seiner Genesung wieder nach Breitscheid, um hier in den Kriegs- und Nachkriegsjahren als Kuhhirte und Nachtwächter tätig zu sein.

Aber Reinhold Wegener konnte mehr. Trotz Verlustes des Armes verstand er es meisterlich, eine für ihn besonders angefertigte Trompete zu blasen. Über ein Jahrzehnt lang wurden die Kühe der Breitscheider Bau-ern mit flotten Militärmärschen morgens in den Dorfstraßen abgeholt und gleichermaßen abends nach Hause gebracht. Am Tage hatten sie auf der "Hub" regelmäßig ihre Tafelmusik, die weithin im oberen Aubachtal bis zu den Dörfern Rabenscheid, Waldaubach und Heisterberg zu hören war.- In diesen Jahren komponierte der Breitscheider Kuhhirte Reinhold Wegener auch mehrere Musikstücke für die Dorfkapelle, in der er die Trompete blies.                                                                         Der Hirte auf dem Foto könnte R.W. sein

Ein "Poet" war Reinhold Wegener auch. In einigen z.T. recht langen Gedichten, die noch vorhanden sind, hat er sich mit seinen persönlichen und den Zeitverhältnissen auseinander gesetzt, so dass der Breitscheider Chronist, Reinhold Kuhlmann, ihm in der Orts-Chronik den Ehrentitel des Hans Sachs (abgewandelt) zuerkannt hat:

Reinhold Wegener war
Kuhhirte und Poet dazu.

Er hat sogar seine Briefe in Gedichtform gebracht z.B:
Brief von Reinhold Wegener an Willy Hisge (Breitscheid) - hier eine Kopie des Briefes

Als Probe der Dichtkunst Reinhold Wegeners, der auf dem Westerwald seine zweite Heimat zu finden geglaubt hatte, soll hier sein Loblied auf Breitscheid stehen:
Breitscheid - Dies Dörfchen hab' ich mir erwählt...

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zitiert aus dem "Herborner Tageblatt"

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