Heimatbuch-12

Aus der Reformationszeit

Als die von Wittenberg 1517 ausgegangene Reformation die Gemüter bewegte, da brauchten sich die Breitscheider nicht die Köpfe darüber zu zerbrechen, ob sie katholisch bleiben oder lutherisch werden sollten. Das besorgte für sie ein Kopf: den des Grafen zu Dillenburg. Graf Wilhelm der Reiche war von Anfang an ein Freund der Lehre Luthers. Er war auch auf dem Reichstage zu Worms 1521, als Luther sich so mannhaft verteidigte. Er konnte sich in das noch nicht sobald zur Einführung der neuen Lehre entschließen. Aus politischen Gründen mußte er klug und vorsichtig handeln, um es nicht mit dem Kaiser zu verderben. Auch der Übergang vollzog sich ganz allmählich von 1530-1536. Die um 1531 herausgegebene Kirchenordnung sollte die Reformation verbreiten. Sie traf schon grundlegende Veränderungen. Die Wallfahrten und das Beichten an verdächtigen Orten wurde verboten, die Prediger zu einem reinen Lebenswandel ermahnt, u.s.w. Als der Graf zum Luthertum mit seinen Leuten übergetreten war, durfte der letzte katholische Kaplan hier, Nikolaus Koch, der etwa 40 Jahre lang Inhaber der hiesigen Stelle war, bis zu seinem Tode 1536 hier amtieren. Bei der Anstellung des Nachfolgers wurde natürlich darauf gesehen, daß dieser Luthers Lehre zugetan war: So mag sich in Breitscheid der Bruch mit dem alten, wenigstens im Pfarrhaus, schmerzlos vollzogen haben. Der erste lutherische Pfarrer in Breitscheid hieß Jakob Ebersbach. „Er hatte 1519 zu Bologne studiert, war zu Dillenburg Choralis gewesen und hernach Kaplan zu Siegen geworden. War einmal zu Trier, hernach durch Erasmus Sarone ordiniert worden.“ Die Besetzung der hiesigen Pfarrstelle stand dem Grafen von Dillenburg zu als Lehnsherren der Herborner Kirche. In der Urkunde vom 4.Juli 1536, die sich im Staatsarchiv zu Wiesbaden befindet, bekennt Graf Wilhelm der Reiche, daß es nach dem Tode des Nikolaus Koch mit der Kapelle in Breitscheid den Priester Jakob Eberbach belehnt habe, der hierzu geeignet und tauglich ist, um Gottes Willen, sein heiliges Wort lauter und rein zu predigen, und dem Volke zur Lehre, zum Leben und Wesen vorzustehen.“ – Die Geistlichen durften jetzt heiraten „und sollen sie im Herrn wohl fragen,“ heißt es in einer Kirchenordnung. Jakob Ebersbach scheint vorerst nicht geheiratet zu haben. 1541 saß er (nach Mitteilungen aus dem Archiv) im Gefängnis, weil sein Verkehr mit einer verwandten 3. Grades (wahrscheinlich seine Haushälterin) nicht ohne Folgen geblieben war. Derartiges natürliches Zusammenleben war in der katholischen Zeit bei der Ehelosigkeit der Priester unter den Priestern häufig, und die Papstkirche drückte beide Augen zu, in der evangelischen Kirche wurde es aber weder geduldet noch entschuldigt. Der Pfarrer Sarrer, der Vorsitzende der Synode in Dillenburg, handhabte strenge Kirchenzucht. Ebersbach wurde von der Synode abgesetzt und zum Kaplan nach Haiger gemacht. (Steubing schreibt in seiner Kirchengeschichte, der Breitscheider Kaplan Hans von Ebersbach wäre abgesetzt worden. Ganz klar liegt die Sache nicht.) Jakob Ebersbach ist doch wieder nachher als Pfarrer hier gewesen, 1549. Er war in dem genannten Jahr unter den Zwei Pfarrern im Dillenburgischen, welche die evangelische Lehre wieder preisgaben und das Augsburger Intarien annahmen. Er durfte darum seine Stelle behalten, während die übrigen Pfarrer, die der evangelischen Lehre fernblieben, abgesetzt werden sollten. Auch Sarner hatte das Feld räumen müssen, 1548. Wegen seines Verhaltens am 6. Februar 1549 haben wir keine Ursache, auf Jakob Ebersbach als den ersten evangelischen Pfarrer hier mit Stolz zu blicken. Danach ist er kein standhafter, aufrechter Charakter gewesen. Die im Anfange des 17. Jahrhunderts hier wohnhaften „Ebersbach“ Nachkommen dieses Pfarrers. Die neuen Gedanken, die die große Umwälzung brachte, drangen nur ganz allmächlich ins Volksbewußtsein. Es vergingen noch Jahrzehnte, bis erst einmal die äußeren Einrichtungen der katholischen Kirche wie Messgewand, Cruzifixe, brennende Lichter und dergleichen beseitigt waren.
Das Taufwasser wurde gesalzen, das Kind mit Öl auf Brust und Schultern gesalbt, sein Kopf mit Chysam bestrichen, in seine Ohren und Nase Speichel und Kot getan, in seine Augen geblasen, ihm Salz in den Mund getan und brennende Kerzen in die Hand gegeben. Dies alles fiel mit dem Papsttum, aber die Fragen an das Kind und die Austreibung des Teufels bestanden noch Jahrzehnte. Den Teufel trieb man aus bei der Taufe und nachher war er doch im Menschen. In der um 1597 herausgekommenen Kirchenordnung heißt es in der Vorrede, die neue Lehre habe bis jetzt schlechte Fortschritte gemacht, dies läge aber nicht an der Lehre selbst, sondern an dem Unfleiß der Prediger; „das Ländervolk zwischen Westerwalde und Westphalen sei seiner Art noch etwas hartlernig,“ darum solle dieser Bericht von Predigern etwas zu Hülfe kommen. Es fehlte in der Tat an tüchtigen Geistlichen, die durch ein vorbildliches Leben der neuen Lehre eine Stütze sein konnten. Sieben Pfarrer im Dillenburgischen waren zur Zeit der Reformation wegen Vollsaufens oder Unzucht angeklagt. Darunter befand sich auch der Schönbacher Pfarrer R., der 1539 abgesetzt wurde. Wenn manche Pfarrer die Schenke oder Herberge, also das Wirtshaus im Dorf hatten, und wenn sie gehalten waren, das Vieh zu hüten wie jeder Bauer, so oft die Reihe an sie kam, dann kann die Achtung des Volkes vor ihnen nicht allzu groß gewesen sein. – Zum Schaden des geistlichen Amtes. 1543 baten die Pfarrer auf der Synode zu Dillenburg „um Freyheit von der Säue und Viehheit“, sie wollten gerne das Ihrige dazu beitragen, wenn man einen gemeinen Hirten halten wolle. Die Kirchenordnung von 1570 beseitigte diese Zustände endgültig: Jeder Pfarrer darf „in seinem Haus Bier oder Wein einlegen, nur darf er nicht zapfen für andere oder Schenke halten“. „Von der Viehhut sollen sie frei sein“. Breitscheid hatte schon vor 1543 Gemeindehirten.

Breitscheid wird reformiert (1578-1817)

Der Augsburger Religionsfriede (1555) gab den Landesherren das Recht, die Religion ihres Landes zu bestimmen. „Wessen das Land, dessen der Glaube“. Als Graf Johann der Ältere, von der Pfalz und den Niederlanden aus beeinflußt, zu der Überzeugung gekommen war, daß die Lehre Calwins und die Auffassung Melarchthens in der Abendmahlslehre, die eine freiere und mildere war, derjenigen Luthers vorzuziehen sei, beschloß er um 1578, den Calwinismus in seinem Lande einzuführen. Das Volk, „die Menschenherde“, mußte sich fügen, als Landesherr und Geistlichkeit den Glaubenswechsel sich vernähmen. Im einzelnen sei noch folgendes angeführt. Schon vor 1578 hatte der Graf den Pfarrer Geldenhauer in Herborn, der der Lehre Calwins zuneigte, gewähren lassen, um so allmählich der neuen Lehre den Boden zu bereiten. Dieser schaffte die Bilder aus der Kirche, ordnete statt der prunkvollen Altare einfache Tische an usw. Über die Neuerungen bei der Erteilung des Abendmahles waren die Herborner entrüstet, und als Geldenhauer am Christtag 1577 das Abendmahl nach reformierter Art hielt, also den Leuten das Brot in die Hand gab, da liefen Stadt- und Landleute zur Kirche hinaus, „und es entstand ein so schrecklicher Lärm und Unordnung, daß es beinahe zu Gewalt und Tätlichkeiten in der Kirche gekommen wäre“. Herborn beschwert sich beim Grafen Johann, und dieser übergab die Sache den Generalkonsument, welcher im Jahre 1578, am 8. oder 9. Juli von allen Predigern des Landes beschickt wurde. Bei dieser Zusammenkunft wurde das Verfahren des Herborner Pfarrers „gebilligt und verordnet, daß jeder Prediger seinem Beispiel folgen sollte“. (Steubing) So wurde das Dillenburger Land jetzt „reformiert“. Graf Johann reiste im Sommer 1578 in die Niederlande zu seiner Statthalterschaft Geldern. Er mußte die Einführung der neuen Lehre der Geistlichkeit, den Gemeinden und seinen Räten überlassen. Die Geistlichen, welche sich nicht fügen wollten, wurden vertrieben. Wie Breitscheid und seine Pfarrer den Wandel aufnahmen, ist mir nicht bekannt.
Jedenfalls ist damals alles, Bilder und Götzenwerke in unserer Kirche, das noch an das Papsttum erinnerte, abgeschafft worden. „Nur die kahlen Kirchenwände sollten von nun an in den Gotteshäusern gefunden werden, und die Seele durch keinen äußeren Eindruck von der inneren Beschaulichkeit abzubringen“. (Keller). In ihrer juritanischen Strenge und Einfachheit ging die reformierte Kirche aber zu weit. Erst bei der letzten Erneuerung des Anstrichs der Wände im Jahre 1920 ist unsere Kirche wieder etwas gemütlicher und anhimmelnder geworden. Das Chor der Kirche wurde bei der völligen Abschaffung des Papsttums der Gemeinde zur Benutzung überlassen. Es erhielten dort nachher die Schulkinder ihre Plätze, Der Sakristei gegenüber war der Stuhl des Schulmeisters, der in meiner Jugendzeit von den Kirchenvorsehern benutzt wurde. In der katholischen Zeit war das Chor das Allerheiligste der Kirche, das nur der Priester betreten durfte. Wir sahen heute noch an der erhöhten Lage und dem Triumphbogen, der es von dem Laienraum trennt, daß es auch architecktonisch schon als die besondere Kultstätte der Kirche hervorgehoben wurde.

  • Über unser Dorf schaut still hinaus,
  • droben unser liebes Gotteshaus!
  • Es stehet fest in Wind und Welle!
  • In dieser, feierlichen Ruh,
  • sieht es des Dorfes Treiben zu,
  • und seine Glocken klingen helle.
  • Mein liebes Kirchlein klein und schlicht,
  • wie doch dein Bild ins Herz mir spricht,
  • wenn Du so friedlich stehst da oben!
  • Ob rauher Sturmwind an dich schlägt,
  • auf sicherem Grunde unbewegt,
  • von Sonn- und Sternenglanz umwoben.
  • Mein Kirchlein, lieb und schlicht und klein!
  • O könnt ich dir doch ähnlich sein!
  • Daß, ob auch Kampf und Leid mich quäle,
  • mein Herze doch zu jeder Stund,
  • steh fest und treu auf wagem Grund,
  • und nie ein Trost von dir mir fehle!!1

Aus der ältesten (Almosen) Kastenrechnung im Pfarrhaus
vom Jahre 1609

„Außgifft“ (d.h. Ausgaben)

  • Item dem armen Kuhhirten von Donsbach gesteuert 1 Albus
  • Item einem gebrechlichen man von Emmershausen 2 Albus
  • Item einem armen bresthaften man
  • Item einem stummen 6 id
  • Item einem wegen er Religion benen armen Diakono 9 Albus
  • Item einem armen möller von Römershausen dem Durchs wasser sein mühl
  • mit Weib und Kindlein umbgangen und weggeflossen 1 Albus 7 id
  • Item einem armen lamen man von Benrod ausem Bustumb Trier 1 Albus
  • Item einem armen Schulmeister von der Bergstraße 2 Albus
  • Item armen verbrannten leuthen von Kaltersheim ausm Bistumb Würtzburg 2 Albus
  • Item philips Ebersbach als er am gesicht mangelhafft worden und den artz
  • brauchen wollen 6 Albus
  • Item einem armen blinden weib aus der Grafschafft Saie bei der Kirchen 1 Albus

(1 Gulden 24 Albus oder Weißpfennig, 1 Albus = 12 Heller.
1667 kostete nach der Greifensteiner Chronik das Pfund Ochsenfleisch 1 Albus 7 Pfennige. 1609 kostete in Greifenstein die Meste Korn 9 Albus (18 Kreuzer).

Hausvisitation im Jahre 1740

(Bericht des Pfarrers Fuchs im Pfarrhaus)

Den 12. und 13. ward in Gesellschaft der Ältesten die so nötige Hausvisitation gehalten. Dabei passierte folgendes: In des Zieglers Haus wollte sich der eine Sohn Johann Henrich mit seiner Frau, wie auch der Schäfer aus Furcht der Bestrafung nicht sistieren. (einstellen) Der Schreiner Henrich Ludwig Reiser wollte uns wegen Besserung des Lebens schlechte Versprechung tun, sondern sagte nur, er wolle seine Frau nicht mehr so prügeln, wenn sie es nicht danach machte; er wolle in die Kirche gehen, wenn er von seinen Geschäften könnte abkommen u.s.w. Wir warnten ihn. Bei Johann Görg Schmidt, der einen unversöhnlichen Streit mit seiner Frau hat, war nichts auszurichten mit aller unsrer Bemühung. In Johann Henrich Petri Behausung bestraften wir die Frau wegen ihrer Trägheit und Unlust zu Gott und seinem Wort, worüber der gute, eheliche Mann klagte. Gott wecke sie aus ihrer Verhärtung. Johann Peter Görg und seine Frau bestraften wir wegen ihres Fluchens und übler Kinderzucht. Jost Henrich Boyl gingen wir an wegen der Conventicule (Zusammenkünfte beim Branntweien) in seinem Haus. Er sagte aber, er könne es nicht erzwingen, weil die Leute wieder seinen Willen kämen. In Jost Henrich Görgs Haus bestraften wir die älteste Tochter, weil sie sich an die Mannsleute hing und immer mit des Försters Sohn Johannes ging. Andreas Werner ward sein Korndiebstahl zu Gemüt geführt, worüber er sein Leidwesen bezeugte und die Frau weinend hinwegging. In des Försters Haus konnten wir nichts ausrichten, weil es Leute sind, die gegen Gottes Wort und ihr Gewissen sich immer verhärten. In Johann Peter Görg, des Häfners Haus verweisen wir den ältesten Sohn seinen Ungehorsam gegen den Vater und sein herumlaufen mit den Weibsleuten; er versprach, sich zu bessern. Was sonst noch bei dieser Visitation geschehen, bestand im Unterrichten, Vermahnen, Bestrafen, Trösten und was zur allgemeinen Erbauung dienet.

Die Kirchenvisitation

Von 1754 hatte Maßnahmen des Oberkonsistorium in Dillenburg zur Folge. Es heißt im 2ten Teil der Verfügung: da „man diesem in Entheiligung des Sabbaths – und Aberglauben bestehenden Unwesen länger nachzusehen nicht gemeinet ist; als wird hierdurch der gemeinde Medenbach bey Ernstnachdrücklicher Strafe und ahndung anbefohlen, hinkünftig den gottesdienst zu Breitscheidt, wann in Medenbach nicht gepredigt wird, fleißig zu besuchen, – dahingegen aber das aufladen und abfahren der Krüge und sonstigen geschirr zu Breitscheidt auf einen Sonntag bei nahmhafter Strafe sowohl gäntzlich verbotten, – als auch die unvernünftige gewohnheit, vermittelst welcher sich diejenigen, denen ein naher anverwander verstorben, in 6 wochen bis wohl ¼ tel Jahr des Singens beym Gottesdienst enthalten, unter der Verwarnung abgestellet, daß diejenige, welche dennoch davon nicht ablassen werden, vor das Presbyterium gefordert, daselbsten Scharf censuriret und bey fernerem ungehorsam zur Ernstlichen bestrafung anhero einberichtet werden sollen.“
Dillenburg den 15ten July 1754.

Fürstlich Vormundtschaftliches
Oberkonsistorium hierselbst.
v. Spanknabe.

Von den Geistlichen zu Breitscheid

  • a)Kaplan
  • 1349 Konrad Hermanns Sohn zu Breitscheid
  • 1408 Francke
  • 1494 Loesch, gestorben 1495
  • 1495 bis um 1536; war tot
  • b)Pfarrer
  • 1536 Jakob Ebersbach als ersten evangelischen Pfarrer hier eingesetzt;
  • 1541 Jakob Ebersbach im Gefängnis
  • 1549 Jakob Ebersbach wieder in Breitscheid
  • 1582 Michael Schnarch
  • 1586 Joh. Herbst (=porinus) ist 1591 gestorben
  • 1594 bis 1605 Wendelin Gudelius, ein Man mit einer schönen, gefülligen Handschrift, von dem ein ausführliches Verzeichnis der Einnahmen der Pfarrei aus 1603 vorhanden ist. Er kam von hier nach Ballersbach und starb (nach Vogels Archiv) 1622 plötzlich an einem Schlaganfall auf dem Wege zum Herborner Markt. Seine Witwe wurde im 30 jährigen Krieg, 1635, von den Feinden erschossen.
  • 1606 bis 1622 oder 1624Johann Jakob Hermanny. Er will auf dem Wege zwischen Hühnerkaut und Elgersberg (?) eine Disputation mit (dem Teufel gehabt haben). Das Pfarrverzeichnis des Alten Dillenburger Archivs führt von 1609-1615 Jute Sommer aus Hadamar an, aber Joan Jacob Hermanny ist während dieser Zeit auch hier gewesen wie seine Unterschriften unter die Kirchen- und Kastenrechnungen von 1608 – 1624 beweisen. Sommer war wohl Diakon hier. Philippi hat diese Notiz in seiner Erzählung „der Enkelsohn vom alten Fuchs“ verwertet. Der Pfarrer wehrte sich mit Gottes Wort und seinem Kürtenstock. – Hermanny kam von hier nach Schönbach.
  • 1622 (24) bis 1636 Joh. Gottfried Heidfeld, gebürtig aus Driedorf, kam von Bergebersbach hierher, wo er sich schon schriftstellerisch betätigt hatte (In seinem „Studentenspiegel“
  • schildert er z.B. das Leben des damaligen Studenten). Er wurde von hier an die Hohe Schule zu Herborn versetzt als Professor der griechischen Sprache und Geschichte.
  • 1636 bis 1647 Henrich Wissenbach, erster Bewohner des neuen Pfarrhauses (siehe darüber 30jähriger Krieg!)
  • 1647 bis 1654 Philipp Hoff(ius)
  • 1654 bis 1657 Jodekus Brandenburger
  • 1658 bis 1660 Justus Sartorius
  • 1660 bis 1697 Joh. Jakob Ludovici. Er hat von allen uns bekannten Breitscheider Geistlichen am längsten hier gelebt und scheint nach allem, was uns von ihm überliefert ist, gute Beziehungen zum Dorf unterhalten zu haben. Er hat aber mit den Gemeinden viel zu kämpfen gehabt, um das Nötigste zu erhalten, sein Leben zu fristen. Die Akten darüber hatte ich noch nicht eingesehen, als ich diesen Aufsatz über Ludovici schrieb. Siehe darüber den Folienband: „In diesem Band steht, daß dem Pfarrer Jost Brandenburger (1654-1657) die Gemeinde Breitscheid bes. Ankunft bewilligt habe, ihm mit allen Pferden in Breitscheid einen halben Tag zu arbeiten, so vorhin keinem geschehen sey. Da die Pfarr Breitscheid „so gahr schlecht bemittelt“, so willigen die Breitscheider schließlich auf die Vermittelung des Oberschultheißen dahin ein, „dem itzigen pfarrer zu liebe“ itzr und künfftig so lang er bey seine v. pleiben würde, alle herbst nach einen halben tag mit dreyen pflügen die pfarräcker zu bauen; „so ihren aber zu keinen nach theiligen Consegung gezogen werden solen.“ (1666) Der Pfarrer konnte sich nicht selbst aus Armut Pferd und Knecht halten. Ludovice hatte sich in früherer Not an den Fürsten gewandt, aus Rache und Mutwillen wollten die Breitscheider ihm nicht das Nötige tun. Die Rabenscheider, „so außer Kirspiel u. Land“, haben sich „meines elender lebens erbahrmt und mir geackert. Er bitte den Fürsten, gnädig zu erwägen, „ob solche muthwillige, halstarrige, wiedersetzliche bosheit für dem gerechten Gott zu verantworten, einen armen diener Gottes words also drücken, nothleiden und seuffzen zu lassen“. Darum sei hier etwas ausführlicher von ihm gehandelt. Überdies war seine Zeit so verschieden von der unserigen, daß es schon aus kulturgeschichtlichen Gründen gerechtfertigt erscheint, Ludovicis Eintragungen in den alten Kirchenbüchern der Vergessenheit zu entreißen. Es ist die Nachkriegszeit des 17. Jahrhunderts mit ihrer Armut und Enge für die Deutschen. Sie verlegte den Schwerpunkt im Leben des Pfarrers wie bei den Bauern mehr ins „irdische Gewühle“, um überhaupt das Leben fristen zu können, wenigstens hatte er allerlei Plackereien, um das zum Leben Notwendigste zu erhalten. Breitscheid hatte beim Beginn seiner hiesigen Amtszeit nur 25 Häuser, es war noch reines Bauerndorf, und seine weltabgeschiedene Lage war einem Pfarrer mehr als heute auf den Umgang mit den Dorfleuten hin, wenn er anders nicht ganz vereinsamen wollte. Ein großes Licht scheint Ludovici nicht gewesen zu sein, seine unbeholfene, schwerfällige Schrift deutet nicht auf große Durchgeistigung des Lebens, aber seine urmächtige, kindliche und treuherzige Art macht aus ihm doch anziehend, ja läst ihn aus lieb gewinnen. – Im 16. Jahrhundert waren Ludovicis Vorfahren Bürgen zu Herborn und nannten sich noch „Ludwig“. Aber dann fiel es einem von ihnen ein, den guten deutschen Namen gering zu achten und nach dem Vorbild manches Gelehrten der damaligen Zeit seinen Namen ins Lateinische umzubilden, und so hieß schon der Großvater unseres Pfarrer „Ludovici“. Der Vater war Pfarrer in Elsoff gewesen, und 1629, als der Fürst des Landes seine Untertanen befohl, wieder Katholisch zu werden, von Elsoff vertrieben worden. So war die Jugendzeit unseres Pfarrers, die dazu noch ganz in die schwere Kriegszeit fiel, eine besonders harte gewesen. Seine Mutter brachte Ludovice mit hierher; sie starb 1666 und liegt hier begraben. Ludovice betrieb natürlich selbst Landwirtschaft, er hatte Schafe, hielt sich Schweine, zog seinen Flachs selbst usw. Das Ackern für ihn hatten die Bauern auf Anregung der Obrigkeit übernommen. Wir wollen dem Pfarrer soviel wie möglich selbst darüber berichten lassen. „Anno 1666 den 26. … haben die Gemeinde Breitscheid (da ihnen befohlen einen gantzen tag Zu ackern hambt dem was sie vorhin eine Pastoren gethan), gewilligt uff mein erlauben alle Jahr mihr mit drey Pflügen oder 9 Pferden guth willig Zu ackern welches ihnen Zu Keiner consequens gezogen werden soll.“ Später fügt er hinzu: „haben biß hie herr treulich gethan; seined zweymahl rumb v. haben anno 1692 wieder vorn angefangen. Peter Lang heimberger haben im hohen Feld Korn geseet. Dieß Jahr hab 9 ½ mesten Korn. ein Seffter weitzen geseet.“ Anno 80 haben geruht. Das sogenannte „Rowern“ (Ruhren) war im Krautfeld vor dem „Setzen“. Joh. Henrich Petri … Georg getroffen. Anno 1675 hat die gemeinde Breitscheid durch Obrigkeits Zwanck gelost, wer dem pastor sein grumet von Ebachs Wiesen holen soll, V. sollen alle Jahr umb den lose ihn daßselbe holen, umbeinander V. ist das lohs gefallen Weieln Petri. Die Zinsen (Denfion) von den ausgeliehenen Pfarrkapitalien standen dem Pfarrer zu. Oft ließ er sich dafür arbeiten, und die Eintragungen darüber lassen uns einen Blick in seine Wirtschaftsführung tun. “ Anno 79 hat Joh. Gebbin wittib 8 Zahl wircke garn gesponnen, seind 8 albus hat dein holtz geführt, soll ein tag dafür mit der hand arbeiten. Item hat der Jung einen halben tag gemeht gras, davon 5 albus, hat mit geackert. Den 31. August hat die Tochter gerefft flachs. Der Jung den 4. September ein Schwein nach Dillenburg geleit in die mast, davon 5 albus: … im 9. November hat die tochter 2 tag geschwungen flachs 4 albus, – Peter Phennar 9 albus, die lasse ihn nach vor das brauen. Hat ao 82 den 20. mey mihr bier gebrauen den 8 Dezember ein ohm bier vor 7 kobst. Bekommen. – Joh. Jost Metz zu Erbach hat vor Oberstrud gemeht: 7 albus: ein tag gemeng gemeht im hohen Feld.
    Peter Th. hat 145 schafe nach Dillenburg geführt in Wilhelms scheuer, davon 10 Albus. – ao 85 hat auff schlag Zahlt 2 ½ Kobst mit geld: v. 10 Albus. Mitt brauen Den 26. Augusti ein Karn grumet im regen geholt Zu langsam, mit viel geladen und umbgeworffen, davon 5 albus rest 34 albus: 4 d welche er mihr bei der hebbin vor Duchma ohne guth gethan und also von ao 86 alles zahlt hatte. A0 87 bin ich ihm vom schweinchen schuldig bleiben 21 albus. Joh. Paulus Feesch hat den Juden Hirtgen 200 Krauth nach herbohrn geführt: 10 albus. Joh. Henrich Becker hat 1 ½ hundert Kraut Thönges Heyderstorffen zu Dillenburg bracht hat ein halben tag schaff mist gefährt damit zahlt. – Ich hab mi gevatter Peter (Schmitt) abgerechnet und ist alles richtig gemacht von beiden seiten. Sein tochter Juliane ist mihr von ihrer hochzeit schuldig 30 albus und wegen der schwester Anne Elsbeth 30 albus, woführ die bürg werden und versprochen, den zweiten hochzeitstag mihr zu bringen, aber nit getan. – Conrad Beuel (der Heimberger) hat ao 88 mitt eine Pferd und (er) Erbach hene geholt, wollens vertrincken. Johanchen Weiel, hat umbgestossen auf der äschen, davon 20 albus. -Von der wittib Paulus hab im Februar ein schweinchen bekommen vor 7 Kobst, wie es die geschwornen geschetzt: gebe ihr ein Jung ferrklein wieder volens, hat damit ao 87 alles, frucht und gelt zahlt. – Jost Schmitt hat mit eine Pferd im wagen Heu (hew) geholt und schwehr gehabt. – Bei der Fruchtelieferung ao 92 hat Joh. Georg 1 Meste Korn geliefert „voll Raden“ , die 1 Meste Hafer von Stehl „war mit voll“. Über die Auflehnung der Medenbacher 1684 gegen die Abgaben und Dienste an die Pfarrei ist an früherer Stelle berichtet worden. Ludovici hat zweimal darüber berichtet, so sehr nahm er sich die Sache zu Herzen.

    An anderer Stelle klagt er: Die Medenbacher, „Bleiben mihr ausstand halb hundert ayer schuldig, so sie und (er) sich auffgehoben und nach Dillenburg getragen, ihrem guten freund beim Fürsten, wird mich allzeit gereuen“. Der zweite Bericht über das Rebellischwerden der Medenbacher lautet: “ Anno 1683 den 16. November ist nach gehabtem process den Medenbachern in Fürstlich Cantzlei (zu Dillenburg) befohlen worden sie sollen einem pastori Zu Breitscheid alles hinführo thun, was sie ihm biß hero und sein vorigen (Vorgänger) gethan haben und sollen kein wort mehr sagen oder alsbald in die Stöck (auf dem Stockhaus) gehen und ist demwegen dem heimberg daselbsten Johannes Haman sein abschied geben worden. – Ao 1684 den 27. Februar seind ich und die gemeinde Medenbach in der Cantzley noch einmahl gegen einander führ gewesen, und weil sie nicht thun wollen, seind 5 mann in Stöck gesetzt worden, die ander Zu thor hinaus gelauffen pp. – Den 24. mertz als sontag seind des morgens vor der predigt hinher kommen Joh. Thiel, Joh. Friedrich schmitt und Steines (?) Ni… als geschwohrne (von Medenbach) und in heimberg’s und aller geschwohrnen heuser gelauffen, Zu fragen, ob es wahr, daß die gemeinde (Breitscheid) wieder sie geschrieben habe und alßbald seind sie in der großen ärgerniß wieder hinweggegangen in kein Kirch kommen…“ Der Vergleich kam im April zustande, und hat seit dieser Zeit der Pfarrer in Medenbach alle 14 Tage des Nachmittags zu predigen. – Ludovici scheint sonst ein gutmütiger Mensch gewesen zu sein, der sich nicht vornehm abgeschieden hielt von seiner Gemeinde, sondern Freud und Leid mit ihr teilte. Er verschmähte es nicht, nach all den Mühseligkeiten des Alltags ab und zu in heiterer Gesellschaft bei ihnen mitzutun. 1669 schreibt er: „Bey Enderung und Erneuerung der Einnahmen, wie auch Ablag der Itemer mit Heimberger, geschwohrnen und sonsten alten nachbahrn getrunken 9 Maß bier, seind 10 albus 1 pf.“ Die sonst so trockenen Eintragungen in die Zivilstandsregister bekleidet er oft mit Zusätzen, wie sie gerade seine mitschweigende Seele empfand. So trägt er 1677 ins Taufbuch ein, „Paulus Fesche margarete eheleute allhier ein Junges töchterlein getauft worden. Ist zu früh ins Kindbeth kommen, 16 Wochen von der Hochzeit“. – Des Jungen Schulmeisters Asmann Diehl von Medenbach, den er mit 17 Jahren hierherbrachte, nahm er sich väterlich an. Der hatte die „Herberg“ über ihn. Einmal trägt er ein: „Die 24 albus 4 pf hat der Schulmeister vor strümpf dem Kessler geben vor die strümpf“. Das errechnete er ihm dann an seinen 12 Gulden Jahreslohn. – Der Pfarrer, wie auch seine Frau und seine Kinder hoben Breitscheider Kinder aus der Taufe. Um 1692 waren hessische Reiter hier einquartiert. Der Korporal derselben heiratete des Pfarrers Tochter und sein Freund, Wilhelm Culmann, mein Vorfahr, hielt zu gleicher Zeit Hochzeit hier mit einem Breitscheider Mädchen. Des Pfarrers andere Tochter hob das erste Kind des Kuhlmann aus der Taufe. Der Pfarrer scheint die beiden „Reiter“ anfangs bei sich im Haus beherbergt zu haben, denn er schreibt im Sterbbuch, wo er den Tod der ersten Kinder der Reiter einträgt: „Sind bei mihr biß ad annum 1695″. – 1693 starb des Pfarrers Frau, die auf unserm Kirchhof ruht. 1697 legte er sein Amt nieder. Der neue Pfarrer wurde sein Schwiegersohn. Ludovici starb 1704. Sein Schwiegersohn trug ins Sterberegister ein: Den 19. Dezember (1704) ist J. Jakob Ludovici, biß ins 15. Jahr Zu Breitscheid gewesener pfarrer, nach dem er biß ins 80ste jahr in dieser sterblichkeit zugebracht, bey Volkreicher Versammlung christlich alhier beerdiget worden“.

    Dein Andenken möge gesegnet sein, guter Ludovici, als das eines echten deutschen Michels zu einer Zeit, als sich drüben in Frankreich Ludwig der 14. und seine Ratgeber in Ränken und Tücken gegen dein Vaterland nicht genug tun konnten. Aufrichtigkeit ist nicht immer Klugheit, aber doch eine geistige Kraft, die segnend ausstrahlt bis ans ende der Tage. Und Güte?

    „Ist auch dein Kreis unscheinbar eng und klein,
    erfülle ihn mit deinem ganzen Wesen,
    bestrebe dich, ein guter Mensch zu sein!
    Gelingt dir dies, so bist du auserlesen.
    Auf Größe muß der Mensch zumeist verzichten,
    die Güte aber ist der Kern der Pflichten.“
    Johann Jakob Ludovice (1692)

  • 1697 bis 1714 Michael Wehler (Weler), soll ein pflichttreuer Mann gewesen sein. Er hat 8 Kinder auf unserm Kirchhof ruhen, darunter waren zwei an den „Pochen“ gestorben. Auch seine Mutter, die Witwe des „wohlehewürdigen und wohlgelehrten“ Pastors zu Kirburg ist 1710 „Zu Breitscheid ehrlich Zur erd bestattet worden“. Von Wehler soll ein ausführlicher Bericht aus dem Jahre 1711 über die Verhältnisse in den beiden Gemeinden verfasst sein; denselben habe ich nicht unter den Akten gefunden. Dagegen findet sich ein solcher aus 1704 in dem Bande „Alte Akten“. Schade, daß der interessante Bericht nicht noch länger ist. (6 ½ Folioseiten). – 1705 beschwert er sich, daß er nicht die zureichenden Mittel habe, den Ackerbau, „wovon ein pastor dieses orts meistens zu leben“, rechtmäßig zu bestellen. Die Breitscheider wollten ihm mit den 9 Pferden nicht, wie seinem Schwiegervater pflügen lassen. In einem Gesuch an den Fürsten schrieben die Breitscheider:
    Es ist bekannt, „Daß wir bereits so viele Dienste und Lasten auf uns haben, daß wir fast nicht Zeit und Kräfte genug übrig behalten. Er wäre aber „ohnmächtig“, mit Geldunkosten „den mangel des Ackerbaus zu ersetzen“, seine Haushaltung sei zu befryen, die Aufbringung seiner Kinder ihm nicht möglich, ja er könne nicht so viel aufbringen („welches (ich) am meisten beseufze“), daß er sich ein oder anderes buch zur allgemeinen Erbauung oder seiner eignen „besseren Instruktion“ anschaffen könne; „folglich lehret mich die noth bitten“. In dieser Gegenschrift gegen das Gesuch der Gemeinde sagt Pfarrer Wehler, das sein Schwiegervater bewilligte, ackern mit 9 Pferden sei in den letzten 7 Jahren seines Lebens nicht geleistet worden, ihm zum Schaden. Es sei vielfältig berichtet, daß 5 seiner Vorgänge, mit ihrer pra..i erwiesen, daß jetz noch bey dieser Pfarr seyn der mangel sie ebenfalls gedrücket, indeme sie keine eigene pferde und Knechte gehalten, auch sonst keine (dem Ackerbau habe „ein pastor dieses Ortes meistens zu leben“). Auch für unsere arbeit zu sorgen, und unsere weiber und kinder der gebühr zu versorgen. Das Ackern mit den 9 Pferden sei kein altes Recht, sondern neues freiwilliges. Dem Pfarrer Ludovici zugestanden worden. Wir tun die „Elehrentliche bitte, unsere ohne dem so heusige und beschwerliche Dienste gnädigste zu behertzigen und mit neuerung uns in gnaden zu verschonen…“ fürstliche Durchlaucht treu gehorsam Gemeinde Breitscheid.
  • 1714 bis 1724 Conrad Hein. Er erblindete und zog von hier nach Uckersdorf, wo seine Frau Güter hatte. Sein ebenfalls blinder Sohn wurde lange Jahre hindurch aus den Almosenkasten, auch dem Breitscheider, unterstützt. Hein starb 1733 an einem Schlagflusse. Das Totenbuch zu Herborn enthält folgende Eintragung: 1733, Conrad Heyn, gewesener Prediger zu Breidscheid, der, nachdem er Stockblind gewesen, ohngefehr 10 Jahr ein Gnadengehalt genossen und zu Ockersdorff sich aufgehalten, ist auf dem weg von Herborn vom schlag gerühret worden den, 6. Julius, und den 8. begraben worden in die Capell daselbst. 1763 starb Moritz Hein, der lange Zeit blind gewesen und der Prediger Heins von Breitscheid ehelicher nachgelassener Sohn war.
  • 1724 bis 1736 Georg Groos. Im Jahre 1731 starb ihm ein Söhnchen, welches im Chor an der Kanzel in unserer Kirche begraben wurde. Groos kam von hier nach Schönbach, dann nach Ebersbach, wo er auf freiem Felde an einem Schlagflusse starb und dann in der dortigen Kirche beigesetzt wurde.
  • 1736 bis 1738 Joh. Phillip Manger. Er starb hier. Das Sterbeprotokoll lautet; „Den 30ten July (1738) ist der Wohl Ehrwürdige und Wohl gelehrte Hr. Johann Philipp Manger, Prediger Zu Breidscheid, bey Volkreicher Versammlung Zu seiner ruhe gebracht worden. Er ist begraben im Chor vor des Schulmeisters stuhl. Die Leichenpredigt hielt H. Inspektor Dr. Schramm über die Worte Joh. 12, 26. Der Seelige Herr Pfarrer hat gelebet beynahe 49 Jahr, als Prediger ZU Breidscheid gestanden beynahe 2 Jahr.“ (Das Beerdigen von Standespersonen in der Kirche wurde 1770 verboten).
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    übersetzt von Kornelia Pelz

     

     

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