Haus 134

Mellersch, Klaas (Wanersch), Johanns – Breitscheid


weiter zu August und Emilie Klaas

 
links: das Wohnhaus teilw. von der Töpferstraße aus – rechts: die Scheune von entgegengesetzt.


nach dem Brand (Zeitungsartikel)


weitere Bilder vom Brand

Das Haus wurde erbaut: „um 1826 “
1828 war der Besitzer „Jost Henr. Klaas (aus Gusternhain 1799?)“
1853 war der Besitzer „Johannes Klaas (Schultheiß, durch Erbschaft 1836) “
1890 war der Besitzer „Wilh. Klaas (Wagner) “
1920 war der Besitzer „August Klaas (Wagner) “
1933 war der Besitzer „Adolf Klaas (Müllers)(Wagner) L.u.Wagner“


Adolf Klaas und Willi Lupp

Es waren in Breitscheid folgende Männer Schultheißen:

1815-1829 Jost Henrich Bechtum; 1829-1833 Johannes Thielmann (der Großvater des blinden Rudolf Thielmann); 1833-1837 Johannes Schmidt (in Fesch Haus am Krummen Weg);
1838-1842 Johannes Klaas (Müllers Vorfahr), – Klaas soll ein energischer Mann gewesen sein, der sich auch nicht scheute, dem Amtmann gegenüber Rückgrat zu zeigen, wenn er glaubte im Recht zu sein. Unter ihm wurde die jetzige Kirchhofsmauer mit den beiden Pfeilern am Tor errichtet und der Kranz von Tannen an der Mauer gepflanzt, der 1923 fiel. – Weil Mannesmut nicht nur vor Königsthronen, sondern auch vor kleineren Thronen eine so seltene Tugend ist, darum soll ein Ereignis aus der Amtszeit des Klaas, das mir von glaubwürdiger Seite überliefert wurde, hier festgehalten werden. Die Rabenscheider wünschten zur Abkürzung ihres Weges in die Kirche ein Tor auf der Westseite der Kirchhofsmauer. Klaas war dagegen. Der Amtmann Kniesel von Herborn suchte den Schulheiß für die Wünsche der Rabenscheider geneigt zu machen und verhandelte hier mit ihm. Es wollte dem Amtmann nicht gelingen, auf gütlichem Wege den Schultheiß umzustimmen. Unwillig schlug er zuletzt mit der Faust auf den Tisch, sodaß das Tintenfaß leicht aufhüpfte, und sagte: „Das Tor kommt doch hin!“ Da blitzte es auf in des Schultheiß´ Augen, und mit den Worten: „Und ich sage, es kommt nicht hin!“ donnerte seine Bauernfaust auf den Tisch, sodaß das Tintenfaß nunmehr in die Höhe sprang und umstürzte. Gerührt über solch tapfere Mannesart lenkte der Amtmann ein, klopfte Klaas auf die Schulter und sagte: „Schultheiß, Sie sind ein Mann, das freut mich. Das Tor kommt nicht hin!“ – Klaas hat nun doch noch, der Kirchen-Chronik zufolge, 1842 einen unrühmlichen Abgang gehabt. Auch gegen seinen Eintritt ins Amt hatten sich Beschwerden erhoben, die aber erfolglos blieben. (Akten darüber im Pfarrhaus)
Seiten 163-164 Ortschronik


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